Photography Tips & Tricks

September 15, 2015


Ein paar von Euch haben mich schon vor einer Weile danach gefragt, wie ich meine Fotos mache und welches Equipment ich dafür verwende. Deshalb gibt es heute einen kleinen "Einblick" hinter die Kulissen und alle Infos zu meiner Kamera und was es mit der "richtigen" Blogging-Kamera wirklich auf sich hat.

Die Technik
Für meine Blogfotos verwende ich die Canon EOS 1100 d und fahre damit nun schon seit fast einem ganzen Jahr Bloggen super gut. Ich finde, es kommt gar nicht darauf an, welche Kamera man besitzt, sondern viel mehr auf deren Einstellungen, das Objektiv, das Licht, indem ihr fotografiert und wie viel Liebe ihr in eure Fotos steckt.

Für die Mode-Fotos verwende ich daher am liebsten das Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv mit Festbrennweite, da mir die Schärfeeinstellung dabei sehr gut gefällt und ich den Fokus natürlich vor allem auf das Outfit lenken und so viel Hintergrund wie möglich ausblenden möchte. Natürlich geht es immer besser und in naher Zukunft wird sich bei mir in Sachen Objektiv und Co. bestimmt auch mal hier und da wieder etwas verändern, aber momentan komme ich damit super zurecht! 

Für Beauty-Fotos, Produktfotografien und alles andere verwende ich meist das Canon EF 50 mm f/1,8 STM, womit ich gerade bei Nahaufnahmen von Produkten einen super schönen, scharfen Vordergrund und einen wunderbar verschwommenen Hintergrund erschaffen kann. 

Die Liebe zum Detail
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht finde, dass gerade das Technische an meinen Fotos das Herausragende ist. Ich denke, es geht immer nochmal eine Spur professioneller. Was meiner Meinung nach meine Fotos zu etwas besonderem macht, ist der Hintergrund, die Liebe zum Detail und das "Ästhetische". Eben genau das, was mich auch an anderen Fotografien so anspricht. Ich arbeite einfach an dem ganzen "Drum Herum". An einem schönen, cleanen Hintergrund. Hier und da ein paar Blumen, Deko-Gegenstände, schönes Licht und die Gestaltung des Fotos an sich: Was soll zu sehen sein? Worum soll es gehen? Welche Farbtöne passen ins Bild? In diesem Post soll es also viel mehr um die ganzen Hintergründe und gestalterischen Tricks beim Fotografieren gehen, und viel weniger um das Technische und die eigentliche Ausrüstung. Denn schöne, individuelle Fotos können auch mit einer Handykamera entstehen. 

Der Hintergrund
Für meine Mode-Fotos suche ich mir meist einen eher städtischen Platz aus - einfach weil ich finde, dass meine Outfits besser in eine eher gräuliche, urbane Umgebung passen und so bei all den monochromen Looks eine schönere Atmosphäre geschaffen wird. 

Für meine Beauty-Posts und Co. liebe ich einfache, helle, einladende Hintergründe und verwende dazu meistens das, was eben da ist: Mein weißer Schreibtisch, Teppiche, Bettwäsche, hölzerne Böden oder Kleidung mit besonderer Textur. Nichts ist da vor mir sicher. Ist der Haupt-Hintergrund erstmal gefunden, kommt es natürlich noch auf die Details an. Da verwende ich dann auch immer alles, was so herumsteht: Frische Blumen, Vasen, Dekokissen, Decken, Kleidung, Kosmetik, Dosen, Gläser, Bilder, Zeitschriften oder Accessoires. Und diese ordne ich dann so lange auf dem Foto an, bis es mir dann schließlich gefällt. Ich persönlich finde es einfach immer schöner, wenn der Hauptartikel auf dem Foto scharf gestellt ist, im Hintergrund aber noch ein bisschen Leben herrscht und ich das Produkt nicht einfach nur vor einer weißen Wand zeige. So bringt ihr ein bisschen Persönlichkeit in das Foto und es wird nicht ganz so schnell langweilig. 

Licht & Kompostion
Viel wichtiger als Kamera und Zubehör ist das Layout eures Fotos und die Lichtverhältnisse, in welchen ihr die Fotos macht. 
Ich persönlich finde natürliches Tageslicht für Fotos immer am schönsten und fotografiere daher am liebsten Mittags. Dafür baue ich mir dann auch gerne eine kleine Shooting-Zone direkt unter meinem Fenster auf, da ich so einfach das beste aus meiner Kamera herausholen kann und ich die Fotos so auch immer am schönsten finde. Künstliches Licht benutze ich rein gar nicht, einfach weil ich momentan noch nicht so die Notwendigkeit darin sehe und die Fotos fast immer noch mal heller nachbearbeite. Dazu aber gleich mehr.

Was ein schönes Foto aber neben gutem Licht auch noch ausmacht, ist sein Layout. Wie möchtet ihr die Produkte auslegen? Was soll zu sehen sein? Bunt oder lieber monochrom? Wie oben schon beschrieben, mag ich viele kleine Dinge auf einem Foto, ein paar Accessoires hier und da, anstatt nur ein einziges Produkt auf einem weißen Untergrund. Das variiert ja aber von Geschmack zu Geschmack und macht euer Foto dann natürlich auch ganz individuell und persönlich. 
Da müsst ihr einfach solange herumprobieren, bis ihr schließlich zufrieden seid - ein Geheimrezept gibt es da nicht.

Das Bearbeiten von Fotos
Fast jedes Foto wird von mir in Sachen Helligkeit, Kontrast und Schärfe nochmal mithilfe von Photoscape nachbearbeitet. Da mir sehr helle, freundliche Fotos am besten gefallen, helfe ich bei der Helligkeitsstufe natürlich etwas mehr nach, da selbst das schönste Tageslicht das nicht ganz schafft. 
Nachgeschärft wird dann je nach Bedarf auch nochmal und durch das Erhöhen des Kontrasts kommen Farben auch nochmal etwas kräftiger und schöner herüber. 

Für meine Instagram-Fotos verwende ich dazu immer die VSCO Cam App, erhöhe Helligkeit und Schärfe und schraube die Farbtemperatur etwas in die kühlere Richtung. 

Das Persönliche!
Das Persönliche, Individuelle an Fotos ist für mich immer am ausschlaggebendsten. Vor allem beim Durchstöbern meiner liebsten Blogs finde ich gerade die Vielfalt der verschiedenen Fotografie-Typen so toll - jeder macht sein eigenes Ding, und das solltet ihr auch! Lasst euch natürlich inspirieren, probiert herum und wagt vielleicht mal einen Schritt in eine andere Richtung. Aber: Bleibt ihr selbst. Denn so entstehen die schönsten Bilder, die auch im Gedächtnis hängen bleiben! Möchtet ihr mal ein Behind The Scenes Video zum Thema "Wie entstehen Outfit-Fotos?" sehen?

Kommentare:

Follow me on Instagram