How To Create A Capsule Wardrobe

November 19, 2015


Wie ihr wisst, hat mein kleines Capsule Wardrobe Experiment erst begonnen und ich stecke damit noch mitten in den Startlöchern mitsamt den anfänglichen Schwierigkeiten. Trotzdem geht es mir seitdem einfach viel besser, ich habe nicht mehr diese verzweifelten allmorgendlichen "Was soll ich bloß anziehen?" - Momente und ich kann mittlerweile einfach sagen, dass ich jedes einzelne Kleidungsstück in meinem Kleiderschrank liebe und vor allem: auch trage! Heute möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr überhaupt erst zu einer gut organisierten, übersichtlichen "Capsule Wardrobe" kommt und was mir währenddessen über mich, meinen Kleiderschrank und mein Kaufverhalten aufgefallen ist.


 Ich finde, das wichtigste an einer Capsule Wardrobe ist nicht die Anzahl der Teile, sondern eher die Nützlichkeit und vor allem die Tragbarkeit für den ganz persönlichen Lebensstil! Denn was bringen einem 35 Kleidungsstücke, die man eventuell nur zu bestimmten Anlässen tragen kann, die nicht in den eigenen Alltag passen oder durch die man sich nicht voll und ganz wie man selbst fühlt? Deshalb sei eins vorne weg gesagt: Mistet euren Kleiderschrank immer so aus, wie es für euch passt. Es gibt dabei keine Regeln, keine Limits - das einzige, was zählt ist die Tatsache, dass euch die Kleidungsstücke in eurem Kleiderschrank etwas bedeuten und ihr sie tatsächlich auftragt! Und dabei ist es dann vollkommen irrelevant ob ihr zwanzig oder achtzig Teile im Schrank hängen habt!


Tipp Nummer 1 ist also: Schnappt euch alles aus eurem Kleiderschrank, probiert es an, kombiniert es mit verschiedensten Teilen und sortiert dann wirklich radikal aus! Bildet am besten drei Häufchen: Eines, welches ihr absolut behalten möchtet, weil ihr euch sicher seid, dass die Teile mindestens einmal die Woche getragen und geliebt werden. Ein weiteres, auf dem ihr Sachen stapelt, die euch zwar am Herzen liegen, aber vielleicht eher in eine andere Saison oder einfach nicht zu eurem Alltag passen. Und ein drittes, auf dem die Teile landen, die ihr vielleicht sogar schon vergessen habt oder einfach wirklich nicht mehr anzieht!

Habt ihr das erstmal geschafft, könnt ihr euch auch über den tatsächlichen Platz in eurem Kleiderschrank bewusst werden. Denkt dabei einfach immer realistisch und versucht keine 100 Teile in einen kleinen Zweitürer zu quetschen - denn je weniger drin ist, desto mehr gewinnen die Teile an Bedeutung und an Erinnerungen, weil man sie natürlich viel häufiger zu bestimmtem Anlässen trägt. 

Tipp Nummer 2 ist dann was für all jene, die auch so Organisationsfreaks sind wie ich! Wenn wir erstmal eine für uns persönlich vernünftige Menge an wirklich nützlichen, für uns brauchbaren Teilen gebildet haben, wird alles schön ordentlich auf Kleiderbügel und in kleineren Kategorien in den Schrank gehängt: Mäntel und Jacken, dicke Strickpullis und Strickjacken, Shirts und Tops, Blusen und etwas schickere Kleider für besondere Anlässe usw. Dabei ist es euch natürlich selbst überlassen, wie ihr eure Kleidungsstücke sortieren möchtet. Die Teile, die dann momentan nicht zum Wetter passen oder an denen noch das Herz hängt, sie aber nicht mehr wirklich zu eurem Stil passen, kommen einfach in eine Box und wird irgendwo verstaut, wo ihr sie nicht jeden Tag sehen könnt. Wenn diese euch dann nach einem halben Jahr immer noch sehr fehlen und ihr sie euch in euren Kleiderschrank zurückwünscht, wandern sie direkt wieder dort hinein. Wenn nicht, werden sie zusammen mit dem dritten Häufchen einfach verschenkt, gespendet oder verkauft. 

Tipp Nummer 3 ist dann wahrscheinlich der spaßigste! Wenn man erstmal alles aussortiert und ordentlich wieder einsortiert hat, merkt man vielleicht schnell, was einem in der eigenen Garderobe dann doch noch fehlt. Bei mir war es ein großer Shopper, in den man für einen langen Tag schnell mal alles hineinwerfen kann, was man so braucht und ein paar flache Loafers, die man super gut im Herbst zu Jeans oder zu Strumpfhosen tragen kann. Das ändert sich natürlich über die Monate hinweg, aber das Wichtigste und Essentiellste sollte dann schon mal im Schrank zu finden sein, sodass man besondere oder fehlende Teile immer mal wieder noch hinzu fügen kann. Schreibt euch einfach alle Teile, die euch noch fehlen, auf und arbeitet die Liste nach und nach ab. 

Mir ist durch das ganze Experiment einfach aufgefallen, dass ich viel gezielter und bewusster einkaufe, mir weniger Fehlkäufe passieren und ich vor allem viel liebevoller mit meinen Kleidungsstücken umgehe. Ich setze mehr Wert auf Qualität statt Quantität und sortiere regelmäßig aus - denn wenn bei mir ein neues Teil einziehen darf, muss ein anderes verschenkt, gespendet oder verkauft werden. So sammeln sich nie haufenweise Klamotten in meinem Schrank an, denn ich komme definitiv viel besser mit weniger als mit zu viel aus!

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