How To Find Your Personal Style

Januar 20, 2016


Heute möchte ich euch mal wieder ein paar kleine Tipps zum Thema Stil, Persönlichkeit und Konsumverhalten geben. Denn die meisten Mode-Mädchen von uns schwimmen ja am liebsten in Unmengen von Kleidung und wissen dann am nächsten Morgen absolut nicht, was sie genau anziehen sollen. Genau so ging es mir bis vor zwei Jahren auch noch! Ich hatte ein Sammelsurium von Sale-Teilen und Flohmarkt-Schnäppchen - möglichst "günstig und viel" war das Motto, wenn es um mein Konsumverhalten ging. Genau diese Teile landeten dann meist direkt wieder auf Kleiderkreisel, bei meiner Schwester im Schrank oder wurden anderweitig verschenkt. Einfach, weil sie zuhause vor dem eigenen Spiegel dann doch nicht so zu mir passten und ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte. Anzuziehen hatte ich so dann natürlich auch wieder nicht wirklich das, was ich wollte, denn mein Schrank bestand aus so vielen Stilen, die alle nicht zusammen und vor allem nicht zu mir passten!
Vor gut zwei Jahren habe ich dann wirklich radikal aussortiert! Nach dem ganzen Abi-Stress hatte ich endlich mal genug Zeit, mir intensiv über meine Persönlichkeit, meinen eigenen Stil und meinen eigentlichen Konsum Gedanken zu machen und beschloss kurz darauf, einfach mal den gesamtem Inhalt meines Kleiderschrankes zu leeren. Das hat mir bis heute wirklich unglaublich viel gebracht! Ich stehe seltener morgens unwissend und verzweifelt vor meinem Schrank, kaufe weniger, dafür aber sinnvoller ein und bin nun endlich glücklich mit meiner Garderobe - und auch ein bisschen mehr mit mir selbst!

Früher ließ ich mich Stil-technisch super schnell von meiner Umgebung, Teenie-Magazinen, Blogs und Co. beeinflussen. Ich kaufte, was mir persönlich gerade als Trend erschien, trug Kleidchen und Rüschen, weil Primark gerade Unmengen davon hatte und wusste eigentlich nie so recht, wohin mit mir und meinem Kleidungsstil. 

Ja, eigentlich könnte man fast sagen, dass ich gar keinen hatte. Alles war zusammengewürfelt, unpraktisch und meistens gar nicht das, worin ich mich eigentlich wohlfühlte. Jetzt kann es natürlich sein, dass gerade dieser Mix aus verschiedenen Stilrichtungen auf euren eigenen zutrifft! Und das ist dann auch gut so, solange ihr euch darin pudelwohl fühlt. Denn einen tatsächlichen Begriff oder Titel für den eigenen Stil ist wohl fast unauffindbar. Dieser Post dient einfach nur jenen zur Orientierung, die gerne eine bestimmte Stilrichtung als ihre eigene beschreiben möchten, um sich in Bezug auf Konsum etwas einschränken zu können. Generell gilt natürlich immer: Zieht das an, worauf ihr Lust habt und wann immer ihr möchtet - Hauptsache, ihr fühlt euch gut darin.


Und da kommen wir auch schon zu Tipp Nr. 1: Der Wohlfühlfaktor muss vorhanden sein! Ich bemerkte in den letzten zwei Jahren schnell, dass ich mich in mädchenhaften Kleidern oder zu vielen Accessoires gar nicht wohlfühlte und griff so schon unbewusst viel viel öfter zu Jeans und T-Shirt. Hört einfach ein bisschen auf euer Wohlbefinden, denn das täuscht euch auch in diesem Punkt eher selten. Wenn man sich morgens vor dem Spiegel in einem bestimmten Outfit schon absolut unwohl fühlt, an seinen Mode-Künsten zweifelt und am liebsten wieder in den Pyjama schlüpfen möchte, dann ist es auch zu 99 % nicht das Richtige. Testet euch da einfach mal durch den Kleiderschrank, wenn ihr die Zeit dazu findet, und stellt euch immer vor, das Outfit sei für einen Anlass, der euch persönlich sehr wichtig ist. Würdet ihr dann lieber die Jeans und den lässigen Pulli tragen oder doch lieber ein hübsches Kleidchen und Pumps? 
Denn fühlt man sich in einem super schicken Trend-Teil nicht wohl, sieht man einem das leider auch an. Und was nützt einem dann das teure Designerstück oder die süßen High-Heels, die Carrie Bradshaw gerade in ihrer Serie trägt, wenn man sich darin nicht wohl fühlt? 

Ein weiterer Tipp ist das Reflektieren des eigenen Kleiderschranks nach dem ganzen Ausmisten. Denn habt ihr in eurem Schrank erst einmal die ganzen Unwohl-Teile ausgemistet, sieht die Lage gleich ganz anders aus und der größte Teil der Stilfindung ist erstmal geschafft! Achtet nun einmal darauf, was in eurem Kleiderschrank zu finden ist und wie ihr das Ganze benennen oder beschreiben würdet. Sind die Teile eher mädchenhaft, schick, lässig oder edgy? Welche Farben sind zu finden und welche Schnitte haben eure Kleidungsstücke? Indem sich dann also bestimmte Farb- oder Stilschemen erkennen lassen, kristallisiert sich so auch meist eine bestimmte Stilrichtung heraus! So konnte ich in meinem Fall überwiegend schwarz, weiß und grau finden, viele lässige Sneaker, Boots oder Pantoletten, helle Blue-Jeans, viele Streifen, maskulin geschnittene Mäntel und sehr minimalistische, kastige Formen und Schnitte. Und genau so lassen sich eure Kleidungsstücke auch in gewisse Kategorien unterteilen. So wusste ich schließlich, dass ich unbewusst immer zu genau diesen Teilen greife und habe so indirekt dann natürlich auch meinen Stil gefunden.

Und das merkt man mir auch an! Ich kaufe viel gezielter, denn mittlerweile ist in meinem Kleiderschrank fast alles untereinander kombinierbar und ich ergänze nur immer mal wieder ein paar Teile in meinem Schrank, mache meistens einen großen Bogen um unübersichtliche Sales, trage wirklich JEDES Teil aus meinem Kleiderschrank und bin mit mir selbst auch viel zufriedener. Denn fühlt man sich wohl in seiner Haut, strahlt man auch einfach viel mehr positive Energie aus - und das merken auch die Menschen um einen herum!

Kommentare:

  1. Dein Post ist super toll greschrieben! Er war richtig herrlich zu lesen und ich werde am Wochenende mal meinen Schrank ausmisten! Dein Stil gefällt mir richtig gut! :-*

    www.inblushandblack.blogspot.de

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    1. Vielen lieben Dank! Das freut mich zu hören :* Lass mich dann unbedingt wissen, was dabei herauskam! :)

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  2. Ich liebe den skandinavischen clean chic mit coolen, lockeren Schnitten und nehme mir immer wieder vor, mehr davon zu adaptieren und zu kaufen... Nur komm ich dann leider doch nie an den leicht abgespaceten teilen vorbei, die mir dann den schrank wieder zumüllen :D the struggle is sowas von real, ich könnt ein lied von singen...

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    1. Haha, ja manchmal ist das dann doch leichter gesagt als getan, aber mit der Zeit kriegt man sich dann ganz gut in den Griff und kann sich besser zurückhalten :D Liebe Grüße :*

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