Es ist gut so, wie Du bist!

März 10, 2016


Und plötzlich sind wir schon im März. Die letzten beiden Monate vergingen für mich persönlich wirklich wie im Flug und es kommt mir so vor, als sei eben noch der Silvesterabend gewesen - in Köln, mit guten Freunden, gutem Essen in einer weniger guten, kleinen Wohnung mitten im Trubel der Stadt. Ein "Frohes, ereignisreiches neues Jahr" wird in absoluter Glückseligkeit jedem mit auf den Weg gegeben, dem man auf den Straßen oder in der U-Bahn so begegnet. Ein kleiner Neuanfang. Zeit für Veränderung. 

Spätestens im März sind die Hälfte aller großen Veränderungen wieder über Bord geworfen, Ideen und deren Umsetzungen werden einfach schnell auf das nächste Jahr verschoben und man ist eigentlich wie im Vorjahr auch: Einfach man selbst. 

Denn was genau bedeutet denn schon eine Veränderung zum Jahreswechsel hin, wenn sich tagtäglich alles um uns sowieso verändert. Jede Sekunde treffen wir eine Entscheidung und bringen so Veränderung in unser Leben. Und was ist so schlecht daran, man selbst zu sein? Natürlich ist es toll und vor allem auch super wichtig, dass wir uns stetig verbessern wollen und an den Dingen in unserem Leben oder an uns selbst arbeiten möchten, solange es nicht zum stetigen Verbesserungswahn wird. Denn sollten wir uns nicht eigentlich lieber jedes Jahr auf's Neue vornehmen, uns selbst endlich mal so zu akzeptieren und zu lieben wie wir sind - mit allen Macken, Kanten, Mäkeln und nicht umgesetzten Ideen? Ist das nicht der eigentliche Schlüssel, um all die ungeöffneten Türen endlich öffnen und durchschreiten zu können?

Deswegen war ich zum Jahreswechsel im Dezember 2015 relativ aufgeschlossen, hatte natürlich den ein oder anderen Vorsatz, fertigte aber keine Liste mit all den zwanghaften "To Do's" für 2016 an, um sie anschließend in meinem Notizbuch verkommen zu lassen. Es kommt einfach, wie es kommt. So simpel es auch klingt. 

Ich versuche nicht mehr, mich monatelang ausschließlich an Ernährungs- und Fitnesspläne zu halten, auf alles zu verzichten, nur um endlich die überflüssigen fünf Kilos loszuwerden, die mir noch zur gesellschaftlich ideal angesehenen Bikini-Figur fehlen. Ich lebe einfach gesund, esse ausgewogen und überwiegend vegetarisch, gönne mir aber am Wochenende auch mal ein Steak und nasche hier und da weiterhin meine geliebte Schokolade. Mache Yoga und kleine Workouts - zuhause, wo ich mich am wohlsten fühle oder spaziere öfter mal eine Runde um den Block - und schleppe mich nicht in Fitnessstudios, für die ich eigentlich kein Geld und die Lust habe. Fitnessmäßig tue ich einfach das, wonach mir in dem Moment ist und worauf ich auch tatsächlich Lust habe und nicht, weil ich mich gezwungen fühle, endlich einem perfekten Idealbild zu entsprechen. Und genau so handele ich mittlerweile auch in allen anderen Bereichen. Ich versuche mich einfach nicht mehr zu vergleichen, verwirkliche Dinge in meinem eigenen Tempo und nach meinen eigenen Vorstellungen, ohne mich zu sehr von Außenstehenden beeinflussen zu lassen. Ich bin einfach ich, und das ist auch gut so. Für mich persönlich ist das der Schlüssel, vor allem wenn es um die ziemlich weit entfernt zu sein scheinende Tür zur Zufriedenheit geht! 

Denn Veränderung ist jeden einzelnen Tag unseres Lebens präsent. Jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde eines Tages ist voll von Veränderungen, die wir aber durch die fest gesetzten Ziele kaum noch wahrnehmen können. Man sollte sich weniger darauf konzentrieren, die alten Lasten endlich loszuwerden oder zu ändern und sich viel mehr auf das Hier und Jetzt, auf die tägliche Verbesserung des eigenen "Ich's" fixieren und den Dingen ihren Lauf lassen. Denn nur so gerät man auch mal in Angelegenheiten außerhalb der eigenen, komfortablen Zone - indem man den Dingen ihren Lauf lässt und einfach mal macht, ohne darüber nachzudenken, ob das jetzt Planmäßig, Zielmäßig oder Gesellschaftsmäßig reinpasst. Sich auf Neues einlassen, solange man dabei man selbst sein kann. Sich  aber auch mal damit zufrieden geben, wenn eine Zeit lang mal alles beim Alten bleibt, ohne große Ereignisse und den Moment genießen, in dem es mal nicht drunter und drüber geht. Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, anstatt ein komplett neues Ich zu gestalten und lieber so viel wie möglich jeden Tag mitnehmen, um dieses Ich noch mehr bereichern zu können! Denn es ist gut so, wie ich bin. Es ist gut so, wie Du bist! Und dazu benötigt es nicht immer eine dramatische Rundum-Veränderung. Seid einfach die beste Version eures Ichs!

Kommentare:

  1. Hallo Alexandra,

    auch wenn 2016 jetzt schon zur Hälfte vorbei ist, lese ich grade deinen Silvester-Post. Schön, dass du so eine positive Einstellung als dein "Vorsatz" gewählt hast. Man sollte sich viel öfter sagen, dass man gut so ist, wie man ist, dass man stolz auf sich sein darf.
    Dann kann man auch mit viel mehr Schwung und Energie die Dinge angehen, an denen man weiter arbeiten will :)
    Was hältst du von einem 2016 - halbjahres Fazit? :)

    Liebe Grüße
    Dunja

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    1. Hallo liebe Dunja,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, ich hab mich gerade sehr darüber gefreut! Genau so ist es, man kann mit positiven Gedanken einfach viel lockerer an die Dinge rangehen und gibt vor allem nicht so schnell wieder auf! :) Die Idee ist super, ist notiert! :)

      Ganz liebe Grüße,
      Alex ♥

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    2. Hallo liebe Dunja,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, ich hab mich gerade sehr darüber gefreut! Genau so ist es, man kann mit positiven Gedanken einfach viel lockerer an die Dinge rangehen und gibt vor allem nicht so schnell wieder auf! :) Die Idee ist super, ist notiert! :)

      Ganz liebe Grüße,
      Alex ♥

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