The Capsule Wardrobe

Mai 23, 2018


Wie in meinen letzten Current Cravings schon angekündigt, habe ich seit dem Monat Mai ja wieder die sogenannte CAPSULE WARDROBE eingeführt. Meinen ersten Versuch mit ihr hatte ich im Jahr 2015 – direkt zum Start meines Blogs. Und nun möchte ich aus dem Experiment endlich eine Gewohnheit machen. Sinnvoller und überlegter einkaufen, mehr in Secondhand-Shops stöbern und eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken nicht überschreiten. Euch möchte ich auf dieser kleinen Reise natürlich mitnehmen und euch an meinem veränderten Kaufverhalten teilhaben lassen. Aber fangen wir bei Punkt 1 an: Warum überhaupt eine CAPSULE WARDROBE?



Allein das Experiment vor drei Jahren hat dazu geführt, dass ich nun weiß, wie mein persönlicher Stil aussieht, welche Kleidung ich gerne mag und worauf ich beim Thema Mode Wert lege: Ich mag es minimalistisch und simpel, natürliche Materialien wie Leinen, Baumwolle und Co. gefallen mir an mir selbst besonders gut, farblich bewege ich mich ja schon gefühlt eine Ewigkeit im Schwarz-Weiß-Beige-Spektrum und Qualität ist mir wichtiger als Quantität. Zu viele Dinge machen mich unkonzentriert und ganz ehrlich gesagt: unglücklich.

Das merke ich nicht nur an der Anzahl meiner Kleidungsstücke, sondern auch daran, wie ich meine Wohnung einrichte, wie viel Krempel sich an meinem Arbeitsplatz türmt und wie ordentlich oder unordentlich alles aussieht. Ich mag es einfach clean und "Weniger ist mehr" wird bei mir groß geschrieben. 

Deshalb möchte ich von nun an in Sachen Garderobe nochmal einen Schritt zurückgehen und wirklich nur das Minimum, bzw. für mich persönlich das Maximum, an Kleidungsstücken besitzen. Keine spontanen Trend-Einkäufe mehr tätigen, sondern wirklich auf mein Bauchgefühl hören und vernünftig sein. Genauso soll sie mir dabei helfen, nachhaltiger zu denken, weniger verschwenderisch zu sein und mein Konsumverhalten zu verbessern.


Was ist überhaupt eine CAPSULE WARDROBE? Eine Capsule Wardrobe beschreibt eine Art Basic-Garderobe, in der sich nur eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken pro Saison befindet, die man zu jedem Anlass tragen kann und möchte. Basic-Shirts, klassische Jeanshosen oder simple Kleider...hier gehört alles hinein, was ihr am liebsten tragt und worin ihr euch am wohlsten fühlt.

Ich persönlich beschränke mich dabei auf maximal 35 Teile, zu denen auch schon Schuhe und Jacken gezählt wurden. Unterwäsche, Loungewear und Sportkleidung gehören hier natürlich nicht dazu, keine Sorge. Und bei diesen 35 Teilen achte ich besonders auf Komfort und vielseitigen Einsatz – alles mit allem kombinierbar, für jeden Anlass soll etwas dabei sein.

Bevor ihr mit eurer CAPSULE WARDROBE startet, macht euch erst einmal ein paar Gedanken darüber, wie sie denn überhaupt aussehen soll. Wie sieht euer Kleidungsstil aus? Welche Farben gefallen euch? Habt ihr Stil-Ikone? Welche Labels gefallen euch am besten? Wie würdet ihr euren Stil in drei Worten beschreiben? Plattformen wie Pinterest oder Instagram sind super, um Inspiration zu sammeln. Danach geht es an's Eingemachte:

Räumt euren gesamten Kleiderschrank aus. Ja, alles! Danach geht es an's Sortieren. Macht euch am besten fünf verschiedene Häufchen: Dinge, die ihr liebt und absolut nicht missen wollt kommen auf den ersten Haufen. Diese Teile wandern später wieder direkt in eure Capsule Wardrobe und ihr könnt euch weiterhin daran erfreuen. 

Der zweite Stapel ist der Maybe-Stapel – Dinge, bei denen ihr euch nicht sicher seid, die vielleicht nicht in die momentane Saison passen oder die einen anderen, emotionalen Wert für euch haben. 

Der dritte Stapel besteht ausschließlich aus Teilen, die absolut nicht in die Saison passen, die ihr aber auf jeden Fall in eurer Garderobe weiterhin haben wollt. Beispielsweise dicke Wollpullis im Sommer. 

Stapel Nummer Vier ist der Occasional Wear Stapel – all die Dinge, die für den Alltag zu schick sind und die ihr für besondere Anlässe aufsparen möchtet.

Zuletzt gibt es dann noch den gruseligsten Stapel für alle Horter: den NEIN-STAPEL! Der Name ist hier Programm, denn diese Sachen wandern schnurstracks in die Altkleidersammlung oder werden auf dem Flohmarkt verkauft.

Habt ihr das erstmal geschafft, hängt ihr eure Basic-Staples wieder rein. Die etwas schickeren Sachen auf die eine Seite des Schranks, die Alltagskleidung auf die andere. Ich hänge meine Kleidung am liebsten auf, da ich finde, dass man so am schnellsten einen Überblick hat. Die saisonal unpassenden Teile wandern in eine Box, die ihr anschließend so verstaut, dass ihr erstmal keinen direkten Zugriff darauf habt. So ist es bei Anbruch der neuen Saison so, als würde man nochmal ganz neu shoppen gehen. 
Habt ihr das dann erst einmal alles geschafft, ist eure CAPSULE WARDROBE so gut wie fertig. Nun schnappt ihr euch nur noch Stift und Papier und schreibt euch auf, was euch noch dringend fehlt oder welches Teil ihr gerne noch in eurer Garderobe besitzen würdet. So könnt ihr bei eurem nächsten Shopping-Trip gezielt einkaufen und habt nicht allzu sehr diesen Drang, einfach irgendetwas kaufen zu wollen. Voilá, fertig ist eure neue, ganz minimalistische Garderobe. 


Wie meine eigene CAPSULE WARDROBE aussieht? Das zeige ich euch direkt im nachfolgenden Bild. Als Übersicht für mich selbst habe ich all meine Kleidungsstücke mal in einer Collage zusammengefügt. So habe ich in Momenten, in denen ich nicht weiß, was ich anziehen soll, einen schnellen Überblick – und ihr habt vielleicht gleichzeitig ein bisschen Inspiration.

1 Kommentar:

  1. In der Collage sind ja richtig tolle Sachen dabei! Mit dem Thema Capsule muss ich mich auch noch beschäftigen, denn ich habe einfach viel zu viel im Schrank :-*

    Melanie / www.goldzeitblog.de

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